Zurück

Nachgefragt bei...Johannes Brauckmann (Cologne Game Haus)

Ende Juni wurde das Cologne Game Haus offiziell eröffnet. Mittlerweile sind dort bereits 18 Unternehmen und Startups aus der Games-Szene ansässig. Mitgeschäftsführer Johannes Brauckmann erzählt von seiner Idee hinter dem besonderen Coworking Space und freut sich auf die gamescom in Köln.

Mediennetzwerk.NRW: Wie kam es zu der Idee, das Cologne Game Haus ins Leben zu rufen und wie war euer Weg bis zur Eröffnung Ende Juni?

Johannes Brauckmann: Die Idee eines Co-Working Space für Spiele-Entwickler verfolgen wir schon eine ganze Weile, fast drei Jahre sogar. Wir haben uns damals mit einigen Kölner Spiele-Firmen (Flying Sheep, Ahoiii, TheGoodEvil, Rockabyte, uvm.)  zusammengesetzt und dabei fiel auf, dass man sich eher auf der Quo Vadis in Berlin trifft, als in Köln und das musste schleunigst geändert werden. So sind wir dann an die Stadt Köln herangetreten und konnten auch zusammen mit der IHK Köln die Cologne Game Conference ausrichten zu der knapp 100 Entwickler aus über 40 Firmen zusammenfanden. Dann kam zeitgleich die Koelnmesse auf uns zu und hat uns den jetzigen Standort zu guten Konditionen angeboten, die wir auch direkt an die eigentlich Mieter, die Kölner Spieleentwickler, weiterreichen können. Dazu wurde dann ebenfalls ein Antrag zur Anschubfinanzierung des Cologne Game Haus gestellt, der dann nach einem halbjährlichen Prozeß, vom Wirtschaftsausschuss der Stadt Köln abgesegnet wurde. Damit konnten wir dann Ende März ins Haus einziehen und innerhalb von drei Monaten die 1.200 qm Bürofläche auf zwei Etagen mit 18 Firmen belegen. Das konnten wir dann gebührend auf unserer Eventetage mit Politik und Wirtschaft Ende Juni feiern und unser Haus somit offiziell einweihen.

Mediennetzwerk.NRW: Was macht den Standort für Games-Firmen und aufstrebende Entwickler so besonders?

Johannes Brauckmann: Es ist uns, glaube ich, gelungen eine gute Mischung aus Start-Ups und etablierten Firmen, bzw. interessanten Teams mit spannenden Projekten im Haus anzusiedeln. Hilfreich sind dabei natürlich auch die vergleichsweise guten Konditionen, die wir den Entwicklern, aber auch den Gästen und Besuchern des Hauses zur Verfügung stellen können. Natürlich genießen wir tatkräftige Unterstützung von vielen Seiten, Stadt Köln, IHK Köln, Koelnmesse, oder auch dem gesamten Kölner Spieleentwicklernetzwerk, so daß die gesamte Hilfe der gesamten lokalen Branche zu Gute kommt. Und das ganze Projekt profitiert natürlich auch von dem Erfolg der gamescom mit ihrem 10-jährigem Bestehen, die allerdings nur für ein paar Tage im Jahr präsent ist, so daß wir der Spielebranche für den Rest des Jahres eine Plattform bieten wollen. Mit Margret von Medem und Thomas Rössig, Maximilian Selvie und Rüdiger Brandis haben wir ein hervorragendes Team, welches sich vor Ort um alle Belange der Mieter und Gäste kümmern kann.

Das eigentliche Haus ist durch die Messe-Nähe auch perfekt an alle möglichen Verkehrswege angebunden und damit für die Mieter auch sehr gut erreichbar, so daß das Pendeln für alle Beteiligten wesentlich einfacher ist.

 

Mediennetzwerk.NRW: Was unterscheidet das Cologne Game Haus von anderen Coworking Spaces?

Johannes Brauckmann: Das Wichtigste an dem Cologne Game Haus ist, dass Firmen zusammensitzen, die die gleichen Interessen verfolgen und in der gleichen Branche arbeiten, ohne untereinander in einem Konkurrenzverhältnis zu stehen. Der Gesamtanteil des deutschen Spielemarktes am globalen Markt, ist leider so gering, dass selbst Firmen die ähnliche Spiele vor Ort entwickeln sich nicht gegenseitig die Butter vom Brot nehmen, sondern sich ganz im Gegenteil besser untereinander unterstützen können, so daß im Haus auch eine sehr angenehme Arbeitsatmosphäre entstanden ist. Und bei spezifischen Fragen kann man auch einfach mal ins nächste Büro gehen, statt auf sich allein gestellt zu sein. Wichtig wird es jetzt für uns sein, interessante Konferenzen, Weiterbildungsmöglichkeiten und Workshops zur Verfügung zu stellen, aber da sind wir schon gut dabei und freuen uns auf dass, was die Zukunft so noch bringt.

Mediennetzwerk.NRW: Die gamescom steht vor der Tür: was sind eure Pläne? Wo kann man sich mit euch vernetzen?

Johannes Brauckmann: Am Montag vor der gamescom, dem 20.8. wird es zusammen mit dem Mediennetzwerk NRW eine Studiotour durch das Cologne Game Haus geben mit anschließendem Netzwerken und Bierchen, so daß wir da schon mal einen schönen Einklang geben können. Ansonsten gibt es natürlich wie immer viel zu tun. Ob nun die offizielle Eröffnung am Dienstag, oder der gamescom Kongress am Mittwoch, die Branchenparty am Mittwoch abend, oder auch das gamescom City Festival, auf dem viele unserer Entwickler ausstellen werden. Wir freuen uns aber natürlich auch auf die Indie Arena Booth, aber auch darauf viele Kollegen und Freunden auf den Fluren, oder den Ständen wie jedes Jahr wiederzutreffen. Und natürlich die Parties drumherum, zum Beispiel die DevBlast 2018 für Indie Entwickler, die wir auch gerne mit unterstützen.

Weitere Informationen.

Zurück

Förderer

Das Mediennetzwerk.NRW wird finanziert durch das Land Nordrhein-Westfalen sowie mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

Der Ministerpäsident des Landes Nordrhein-Westfalen EUROPÄISCHE UNION Investition in unsere Zukunft Europäischer Fonds für regionale Entwicklung EFRE.NRW Investition in Wachstum und Beschäftigung