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Nachgefragt bei... Marcus Bäumer (Backwoods Entertainment)

Kaum hatten sie das erste Spiel veröffentlicht, da flatterten auch schon die Nominierungen für den Deutschen Entwicklerpreis ins Haus. Wir freuen uns mit Backwoods Entertainment aus Bochum und drücken ganz fest die Daumen für die Preisverleihung am 5. Dezember 2018.

Mediennetzwerk.NRW: Euer erstes Projekt „Unforseen Incidents“ ist im Frühjahr 2018 fertiggestellt worden. Wie lange habt ihr daran gearbeitet und welche Tipps habt ihr für andere junge Entwicklerteams in dieser Phase auf Lager?

Marcus Bäumer: Wir haben im Januar 2016 angefangen, in Vollzeit an Unforeseen Incidents zu arbeiten, im Mai 2018 war es fertig. Die Idee zu dem Spiel ist aber viel älter. Der erste Entwurf für die Geschichte ist von 2011. Seitdem haben wir in unserer Freizeit neben Studium und den ersten Jobs an dem Spiel gearbeitet. Jungen Teams kann ich nur empfehlen, sich bei dem ersten Projekt nicht zu übernehmen und mit kleinen, kompakten Ideen zu starten und sich vor allem nicht zu stressen. Nehmt euch Zeit und bleibt cool, klappt immer alles irgendwie.

 

Mediennetzwerk.NRW: Beim DEP geht euer Spiel u.a. in den Kategorien Bestes Game Design und Beste Grafik ins Rennen. Was hat euch dazu inspiriert, eine handgemalte Welt zu erschaffen?

Marcus Bäumer: Die handgezeichneten, comic-artigen Hintergründe von Unforeseen Incidents finden ihre Inspiration in alten Adventures der 90er-Jahre, Mystery-Fernsehserien wie Twin Peaks, Akte X und Lost und sind visuell stark beeinflusst von Arbeiten von Ian McQue und Robert Valley. In unserem ersten Prototyp waren die Bilder noch wesentlich stärker vom Look der Monkey Island 3-Hintergründe von Bill Tiller geprägt. Die unfertigen Concept Arts der weiteren Screens aber kamen bei den ersten Testern viel besser an. Zusammen mit der Geschichte enstand so ein eigener, individuellerer Stil.

 

Mediennetzwerk.NRW: Ihr seid Alumni des Mediengründerzentrum NRW. Wie hat euch das Stipendium dabei geholfen, in der Branche Fuß zu fassen?

Marcus Bäumer: Wir haben medienwissenschaftliche und künstlerische Studiengänge hinter uns. Das Studium hat uns das Handwerk des Game Designs und der Spieleentwicklung nahe gebracht, aber nicht wie man eine Firma führt. Das aber ist ein unvermeidbarer Schritt, wenn man mit dem Kram, den man so macht, auch Geld verdienen möchte. Das Stipendium beim MGZ hat uns geholfen, all die Dinge über Recht, Steuern und Business zu lernen und zu begreifen und uns wertvolle Kontakte in die Medienbranche vermittelt. Wir können es allen jungen Künstlern und Kreativen im Bereich moderner Medien in NRW nur wärmstens ans Herz legen.

 

 

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