Nachgefragt bei… Mandy Wiegand (Campfire Festival)

In diesem Jahr präsentiert sich auch das Medien Digital Land NRW beim Campfire – Festival für eine bessere Gesellschaft. Mandy Wiegand leitet seit Ende 2017 die Aktion des Recherchezentrums CORRECTIV – nicht nur für Journalisten. Die Zeltstadt zwischen Rhein, Wiese und Landtag NRW soll Ausgang für neue Denkansätze und Ideen sein und richtet sich ausdrücklich an alle, die Spaß am offenen Dialog haben. Umsonst und draußen! Als Festivalleiterin kümmert Mandy Wiegand sich alljährlich um ein gutes Programm und relevante Speaker beim Campfire.

Mediennetzwerk.NRW: Kannst du ein bisschen Namedropping machen: Wer ist das Who ist Who in diesem Jahr auf euren Festival?

Mandy Wiegand: Stars und Sternchen findet man bei uns zwar nicht, aber wir haben teils sehr bekannte Menschen als Referenten gewonnen, die über ihre Visionen berichten. Wir wollen ja vor allem auf Augenhöhe agieren – also ist unser Wunsch, dass wir für die Besucher „anschlussfähige“ Experten eingeladen haben. Darunter finden sich natürlich bekanntere Akteure zum Beispiel ARD-Auslandsreporter Florian Bauer, Can Dündar, ehemaliger Chefredakteur der türkischen Zeitung Cumhuriyet, der im deutschen Exil lebt und Leiter des Projektes #ÖZGÜRÜZ ist, oder Carla Reemtsma von Fridays for Future.

Mediennetzwerk.NRW: Ihr bereitet grad die dritte Ausgabe vom Campfire vor – Habt ihr Learnings aus den ersten Jahren berücksichtigt und hat sich das Festival in der Zeit schon in eine bestimmte Richtung entwickelt?

Mandy Wiegand: Aber ganz bestimmt! Organisatorisch haben wir extrem viel gelernt. Und zwar besonders, dass man natürlich im Voraus sehr viel planen und denken kann, ABER dann kommt doch Vieles sehr kurzfristig noch ganz anders! Gelernt haben wir auch. Nach dem letzten Festival habe ich ein Handbuch angefertigt, wie man mit einem kleinen Team und wenig  Budget ein großes Festival organisiert – dieses Geheimwissen liegt brav in meiner Schublade ;-).
Da wir möglichst viele Menschen bei einem möglichst sonnigen Event erreichen möchten – auch diejenigen, die eben nicht aus dem Journalismus kommen – haben wir nach dem letzten Festival die Stärke des Campfires definiert: dass es uns um unsere gemeinsame Zukunft und die Entwicklung unserer Gesellschaft geht. Dabei spielen Journalismus und Digitalisierung eine große Rolle, sind aber eher ein Teil des Ganzen. Deshalb haben wir uns thematisch in diesem Jahr ebenso sozialen und alltäglichen Fragen gewidmet.

Mediennetzwerk.NRW: Das Campfire Festival will sich mit einem relevanten Event für „eine bessere Gesellschaft“ stark machen. Das  „Medien Digital Land NRW“ (Mediennetzwerk.NRW und Film- und Medienstiftung NRW) bespielt bei euch das Medienzelt. Was können Medienmacher in NRW denn zu so einer besseren Gesellschaft beitragen?

Mandy Wiegand: In diesem Jahr fragen uns viele Partner danach, wie sie einen solchen Beitrag leisten können. Die Antwort haben wir heute nicht, wir werden von dem Festival aber bestimmt ein paar konkrete Ideen mitnehmen und diese in kleinen und großen Projekten umsetzen. Wir versuchen einfach zielführend Kunst, Performance und Journalismus zu verknüpfen – da spielen die digitalen Medien eine große Rolle, um Inhalte, Erfahrungen, Emotionen zu vermitteln. Toll wäre, wenn Medienmacher aus NRW beim Campfire auch Menschen erreichen,  die sich sonst vielleicht weniger aktiv mit unserer Gesellschaft befassen oder vorher Berührungsängste mit sozialen Fragestellungen hatten.

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