eCommerce

In Deutschland geben heute nach einer Forrester-Studie 36 Millionen Konsumenten ca. 31 Milliarden Euro online aus. Bis zum Jahr 2014 soll dieser Wert auf 44 Millionen Konsumenten und 44 Milliarden Euro ansteigen (Quelle). Dabei stellen Bücher die mit Abstand beliebteste Produktkategorie, gefolgt von Reisen und Unterhaltungselektronik.

Auch mediennahe Unternehmen können über sogenannte eTransaction Platforms an diesem Wachstum partizipieren. Bei den Plattformen handelt es sich um Websites, die Traffic auf der Basis von mehrwertigen Applikationen in „kaufinteressierte/-willige” Nutzer konvertieren. Im Gegenzug erhalten Plattformbetreiber eine feste oder variable Provision für abgewickelte Transaktionen vom eCommerce-Partner. Das Geschäftsmodell solcher Plattformen lässt sich anhand folgender Schritte idealtypisch erläutern:

  • Kaufimpuls des Nutzers wird über die eTransaction Platform ausgelöst
  • eCommerce-Partner wickelt den Kauf über seine Website ab
  • Rechnungsstellung durch eCommerce-Partner und Bezahlung durch den Kunden
  • eTransaction Platform erhält vom eCommerce-Partner eine Provision auf den Verkauf
  • physisches oder virtuelles Produkt wird vom eCommerce-Partner an den Kunden ausgeliefert

Bis dato haben wir vier verschiedene eTransaction-Platform-Ansätze identifiziert:

  • Preissuchmaschinen/Search & Find
    Spezialisierte Suchmaschinen durchsuchen diverse Online-Shops auf zum Suchwort des Nutzers passende Angebote und filtern die günstigsten Anbieter für diese Produkte heraus.

    Best Practices:
    • Bing
    • idealo.de
    • guenstiger.de
  • Social Communities
    Thematisch spezialisierte, stark multimedialisierte Websites, die sich ausschließlich oder überwiegend aus Nutzerbeiträgen speisen (Croud Sourcing) und über eine (intelligent) integrierte Preissuchmaschine verfügen.

    Best Practices:
    • HolidayCheck
  • Social Benchmarking
    Themenspezifischer Community-Ansatz, im Rahmen dessen Nutzer mit ihren Prognosen (z. B. Sportwetten, Finanzwerte) in einem virtuellen Wettstreit gegeneinander antreten. Die Plattform filtert die besten Vorhersager heraus und verschafft den jeweiligen Usern entsprechende Web-Reputation (Wisdom-of-the-few). Eine (noch nicht praktizierte) Monetarisierungsmöglichkeit dieser Plattformbetreiber bestünde in der zahlungspflichtigen Kontaktvermittlung zwischen realen Spielern und den besten Vorhersagern.

    Best Practices:
    • Pickspal
    • Motley Fool CAPS
  • Auktionen
    eBay-anologe, meist thematisch spezialisierte Auktionsplattformen mit klassischen oder „reversen“ Bietmechanismen.

    Best Practices:
    • MyHammer
    • ZahnGebot.de

Neben transaktionsbasierten Ansätzen haben sich inzwischen auch dienstleistungsgetriebene (B2B-)Geschäftsansätze im “medialen eCommerce-Umfeld” etabliert. Hierzu gehören beispielsweise:

  • Crowdsourcing-Leistungen im Auftrag Dritter
    “Clickworker” bearbeiten auf Honorarbasis verteilt größere Web-Projekte (z.B. für SEO-Texte, Web-Recherche, Verschlagwortungen, Datenerfassung). Der Plattformbetreiber organisiert den Vertrieb, verteilt die Arbeitspakete auf die Community-Mitglieder und fügt diese zusammen, leistet Qualitätsmanagement und fakturiert das Gesamtprojekt gegenüber dem Auftraggeber. Denkbar wäre eine Ausdehnung dieses Geschäftsansatzes auf Web-Projekte mit Regionalbezug (journalistische oder multimediale Arbeiten im Auftrag einer Regionalzeitung) oder auch auf Wissenschafts-Projekte.

    Best Practices:
    • humangrid
  • Social Media Marketing Services
    Hierbei handelt es sich um die Entwicklung von Social Media Kampagnen zur Steigerung von Brand Awareness in einschlägigen sozialen Netzwerken unter dem Leitmotto “Marketing beyond search”.

    Best Practices:
    • Social Media Marketing
    • icrossing
  • Expertennetzwerke
    Vermittlung von Experten unterschiedlicher Fachgebiete, die nach Terminvereinbarung in einer virtuellen Suite für Fragen gegen Honorar zur Verfügung stehen.

    Best Practices:
    • LIVEPERSON
Sharing:
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