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Nachgefragt bei…Prof. Dr. Tobias Kollmann

Um einen tiefergehenden Einblick in die Idee hinter den neuen DWNRW-Hubs zu bekommen, haben wir den Beauftragten für Digitale Wirtschaft des Landes NRW, Prof. Dr. Tobias Kollmann, zu seiner Sicht der Dinge befragt. Anfang 2014 ist er als Ansprechpartner für Gründer sowie als Vermittler von Wissenschaft, Kapital und Industrie angetreten, NRW im Bereich der digitalen Wirtschaft für die Zukunft aufzustellen.

 

Mediennetzwerk.NRW: Am 6. Dezember wurden die DWNRW-Hubs eröffnet mit Standorten in Düsseldorf, Aachen, Bonn, Köln, Münster und dem Ruhrgebiet. Welche Rolle sollen diese neuen regionalen Plattformen spielen?

Tobias Kollmann: Mit den DWNRW-Hubs haben wir den zentralen Baustein der nordrhein-westfälischen Digitalstrategie umgesetzt. Die Hubs agieren als Drehschreiben für die Zusammenarbeit zwischen Startups, Industrie und Mittelstand und fördern die Entwicklung gemeinsamer digitaler Geschäftsprozesse und -modelle. Sie sind die zentrale Anlaufstelle – nach dem Prinzip eines One-Stop-Shops – in der alle Anfragen gebündelt und bearbeitet werden. Unser Konzept ist inzwischen auch ein Vorbild für viele andere Hub-Initiativen in Deutschland geworden. NRW ist somit der Motor für die digitale Transformation in unserem Land.

 

Mediennetzwerk.NRW: Wie kommt es, dass es nur einen Hub für das Ruhrgebiet gibt, die Region des Rheinlandes jedoch mit drei Standorten abgedeckt wird?

Tobias Kollmann: Die Förderauswahl der DWNRW-Hubs erfolgte durch einen landesweiten Wettbewerb, an dem sich teilnahmeberechtigte Inkubator-Gesellschaften als Betreiber des DWNRW-Hubs bewerben konnten. Auf die eingegangenen Bewerbungen aus den verschiedenen Regionen hatte das Wirtschaftsministerium keinen Einfluss. Eine unabhängige Jury hat, nach intensiver Prüfung, die Förderung von sechs Hubs empfohlen. Die daraufhin eingegangenen Anträge aus den Regionen Aachen, Bonn, Düsseldorf, Köln, Münster und dem Ruhrgebiet haben sich als förderfähig bewährt. Wir sind aber überzeugt, dass die Verteilung der Hubs die Strukturen des Flächenlands widerspiegelt und NRW somit gut abdeckt.

 

Mediennetzwerk.NRW: Wagen wir einen Blick in die Zukunft: Wo sehen Sie den Digitalstandort NRW in einem Jahr, was sind noch die großen Herausforderungen, und was hält DWNRW in 2017 bereit?

Tobias Kollmann: NRW wird in Zukunft seinen Status als Digitalland Nummer 1 in Deutschland weiter ausbauen und einen festen Platz im digitalen Europa einnehmen. Mit dem Startschuss der DWNRW-Hubs haben wir bereits den richtigen Weg eingeschlagen. Darüber hinaus ist Anfang November 2016 unser Förderprogramm DWNRW-Networks gestartet, das die digitale Netzwerk-Landschaft in NRW ausbauen und intensivieren wird. Startups können auch in 2017 durch unser DWNRW-FirstFair-Programm auf Messen wie der CeBIT und der dmexco ausstellen. Im Herbst 2017 wird dann der zweite DWNRW-Summit stattfinden, bei dem wir die relevanten Akteure der Branche zusammenbringen und miteinander vernetzen.

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