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Nachgefragt bei…Jonas Rothe (TimeRide)

Ein Marktschreier preist die Blootwoosch an, die Domglocken läuten und die Tram bahnt sich ruckelnd und quietschend den Weg durch die Altstadt. So oder so ähnlich muss das Leben in Köln Anfang des 20. Jahrhunderts ausgesehen haben. In einem Nachbau einer dieser ersten elektrischen Straßenbahnen kann bei „Time Ride Cöln“ eine besondere Zeitreise erlebt werden. Mithilfe von Virtual Reality tauchen die Besucher ganz ein, in das Stadtleben um 1900.
Wie es zu dem Projekt kam und was die Besonderheiten an einer VR-Zeitreise sind, erklärt uns Jonas Rothe, Geschäftsführer und Gründer der TimeRide GmbH.


Mediennetzwerk.NRW
Wie entstand die Idee, Virtual Reality mit einer Zeitreise zu vermischen?

Jonas Rothe: Die Idee für TimeRide VR entwickelte sich über die letzten Jahre. Der Traum in vergangene Epochen zu reisen, begleitet mich schon mein ganzes Leben. Mit den Möglichkeiten der Virtual Reality kommen wir der Illusion einer echten Zeitreise jetzt endlich ziemlich nahe. Mich begeistert die immersive Erfahrung, die die VR-Brillen ermöglichen, in die Szenerie ganz einzutauchen.

 

Mediennetzwerk.NRW: Was hat euch daran gereizt, gerade in Köln auf Zeitreise zu gehen?

Jonas Rothe: Hier kommt ein ganzes Bündel an Gründen zusammen. Zum einen sind Kölner sehr mit Ihrer Stadt und Geschichte verbunden. Genau wie ich auch als Wahl-Rheinländer seit Jahren privat und beruflich mit der Stadt verbandelt bin. Zum anderen ist das alte Cöln um 1900 vergleichsweise gut dokumentiert, etwa auf Fotografien und ersten Filmen. Und zu guter Letzt haben wir am Alter Markt eine sehr schöne, zentral liegende Lokalität für unsere Zeitreise gefunden.

 

Mediennetzwerk.NRW: Wie habt ihr die Daten zusammengetragen, die für so einen realistischen Nachbau benötigt werden?

Jonas Rothe: Zunächst haben wir ein eigenes Archiv an historischen Materialien aufgebaut und mit diversen Historikern und Kennern der Stadtgeschichte zusammengearbeitet. So konnten wir Stück für Stück die Kölner Altstadt wie ein großes Puzzle zusammensetzen und rekonstruieren.

 

Mediennetzwerk.NRW: Welche Entwicklungen erwartet ihr im Bereich der Virtual Reality in den kommenden Jahren?

Jonas Rothe: VR wird in den nächsten Jahren eine zentrale Rolle im Entertainment spielen. Hier betritt die Technik die nächste Evolutionsstufe. Der traditionelle Bildschirm wird aufgelöst. Die Illusion, in andere Welten einzutauchen und sich zukünftig auch komplett frei darin bewegen zu können, wird zum Maßstab.
Kurzfristig erwarten wir eine Verbesserung der Bildauflösung. Wir haben unsere Zeitreise bereits in 4K vorproduziert. Im Moment können die VR-Brillen der großen Hersteller Full-HD abspielen.

 

Mediennetzwerk.NRW: Abschließend noch eine Vision: Was wäre euer absolutes Wunschprojekt und mit wem würdet ihr dafür gerne mal zusammenarbeiten?

Jonas Rothe: Konkret in Köln würde ich sehr gerne die gesamte Strecke der alten Rundbahn, also auch über die Ringe komplettieren.
Als überzeugter Europäer träume ich davon, gemeinsam mit verschiedenen Kreativen aus ganz Europa die europäische Geschichte und Gegenwart in Virtual Reality erfahrbar zu machen.

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