Nachgefragt bei…Karsten Lehmann (Blue Byte)

Nordrhein-Westfalen zeichnet sich bereits heute durch eine vielfältige Gamesszene aus. Die neue Branchen-Initiative games.nrw hat das Ziel, das regionale Game-Ökosystem in NRW nachhaltig auszubauen und Impuls- und Ideengeber für die Weiterentwicklung zu sein. games.nrw bringt die digitale Spielewirtschaft in Nordrhein-Westfalen zusammen und zeigt wie umfangreich die Branche in NRW aktiv ist. In enger Kooperation mit den lokalen und regionalen Institutionen und Netzwerken, den Branchenverbänden und im Dialog mit der Politik will games.nrw das Cluster für digitale Spiele ausbauen und die Rahmenbedingungen im Bundesland stärken.

Wir sprachen mit Karsten Lehmann (Public Affairs Manager Germany bei Ubisoft Blue Byte), der die Initiative mit ins Leben gerufen hat.

 

Karsten Lehmann

Karsten Lehmann

Mediennetzwerk.NRW Was genau steckt hinter dem Projekt games.nrw?

Karsten Lehmann: games.nrw ist ein Branchennetzwerk aus und fĂĽr die Gamesbranche in NRW. Aktuell organisieren sich bereits ĂĽber 20 Entwicklungsstudios, Publisher, eSports-Unternehmen, Games-spezifische Dienstleister und Bildungseinrichtungen aus NRW.

 

Mediennetzwerk.NRW: Warum liegt euch eine landesweite Initiative am Herzen?

Karsten Lehmann: In NRW gibt es eine breite und vielfältige Gamesszene. Viele Initiativen sind jedoch sehr lokal verankert, und z.B. nur im Kölner Raum oder Ruhrgebiet bekannt. Dazu kommen hilfreiche Beratungsangebote, z.B. für Gründer. Jedoch kennen Akteure, die von solchen Strukturen profitieren könnten, diese Angebote gar nicht. Mit games.nrw wollen wir als Service helfen, genau solche vorhandene Initiativen, Events und Services sichtbar zu machen – und das landesweit von Ostwestfalen bis zur Eifel. Darüber hinaus wollen wir Ideengeber sein, den Dialog mit der Politik gestalten und Impulse aus der Branche setzen, um das Cluster für digitale Spiele in NRW nachhaltig zu stärken. Ein Schwerpunkt kann hier sein, den Austausch zwischen etablierten Entwicklern und jungen Talenten zu organisieren.

 

Mediennetzwerk.NRW: Wie geht’s jetzt weiter? Kann man noch Mitglied werden?

Karsten Lehmann: Selbstverständlich. Die gesamte Branche im Bundesland ist eingeladen, die nächsten Schritte von games.nrw aktiv mitzugestalten. Die Organisationsform des Netzwerks ist noch nicht final entschieden. Am 17. Oktober 2017, 15:00 Uhr treffen sich die Akteure in den Räumlichkeiten der Film- und Medienstiftung NRW in Düsseldorf, um gemeinsam zu beschließen wie es weiter geht. Klar ist, games.nrw will keine vorhandenen Initiativen ersetzen. Wir suchen die Kooperation mit den bestehenden Institutionen, um etablierte Formate für die Gameswirtschaft sichtbar zu machen, weiter auszubauen und sinnvoll zu ergänzen. Konkret wird es z.B. darum gehen, eine attraktive Webpräsenz als Serviceangebot zu schaffen.

 

games.nrw

games.nrw – v.l.n.r.: Till Hardy (Mediennetzwerk NRW), Michael Zillmer (InnoGames), Karsten Lehmann, Benedikt Grindel (beide Ubisoft Blue Byte), Stephanie Waschk (Engage.NRW), Johannes Brauckmann (beepkultur), Linda Kruse (the Good Evil), Martin Lorber (Electronic Arts), Andreas Heldt (Z-Software), Thomas Rössig (Flying Sheep Studios), Ulrich Schulze Althoff (Kasaa health), Bernd Lehahn (Egosoft). © Christian Herrmann