Medienanstalten und Influencer einig: Erfolgreiche Vermarktung nur bei Einhaltung von Regeln möglich

Der boomende deutsche Social-Media-Markt verdankt einen Großteil seines wirtschaftlichen Erfolges der Kreativität von sogenannten „Influencern“, also Multiplikatoren im Social Web. Ein Markt, der klare Regeln – etwa bei der Trennung von Inhalten und Werbebotschaften – braucht. Das war ein wesentliches Ergebnis der Medienanstalten-Tagung „#watchdog 17 – Social Media zwischen Professionalisierung, Kommerzialisierung und Regulierung“ gestern in Köln. Rund 150 Teilnehmer, darunter zahlreiche Vertreter aus der Social-Media-Branche wie YouTuber, Instagramer, Vermarkter, Kunden und Vertreter von Künstleragenturen, waren unter den Gästen.

Wie in anderen Medien (TV, Radio, Print) auch, besteht in Sozialen Medien die Verpflichtung, werbliche Inhalte zu kennzeichnen. Die Medienanstalten sprechen sich für möglichst einheitliche Werbekennzeichnungen der Branche aus und betonen die besondere Schutzbedürftigkeit von Kindern.

LfM-Direktor Tobias Schmid sagte zum Abschluss, Medienaufsicht und Regeln seien kein Selbstzweck, sondern verfolgten klare Ziele wie Jugend- oder Nutzerschutz: „Im Kern ist es ganz einfach: Wer von Firmen Gegenleistungen wie Geld oder Produkte erhält, muss in Sendungen und Formaten darauf hinweisen – und zwar so eindeutig, dass der normale Nutzer diese Hinweise sofort erkennen kann.“

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