Das Medienforum NRW 2017 mit Debatten und BeitrÀgen zu sozialen Netzwerken, Medienpolitik und Medienvielfalt

  • Gemeinsame Eröffnung von Medienforum NRW und ANGA COM mit Diskussion zu „Gigabit, 4K und Over the Top: Breitband und Medien in der Disruption“, u.a. mit Anke SchĂ€ferkordt (Mediengruppe RTL Deutschland) und Dr. Hannes Ametsreiter (Vodafone Deutschland)
  • Debatte zur Regulierung von sozialen Netzwerken in Zeiten von Hate Speech mit Keynote Dr. Tobias Schmid (Landesanstalt fĂŒr Medien NRW), u.a. mit Dr. Frauke Gerlach (Grimme-Institut), Paul Nemitz (Generaldirektion Justiz und Verbraucher der EuropĂ€ischen Kommission) und Prof. Dr. Karl-Eberhard Hain (UniversitĂ€t zu Köln)
  • Debatte zu Medienvielfalt in der digitalen Demokratie u.a. mit Prof. Dr. Wiebke Möhring (TU Dortmund), Dr. Marc Jan Eumann, (StaatssekretĂ€r fĂŒr Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen), Hans Demmel (VPRT), Prof. Dr. Ralf MĂŒller-Terpitz (Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich, KEK) und (WAZ)



DĂŒsseldorf, 5. April 2017Das Medienforum NRW findet am Dienstag, 30. Mai, im Congress-Centrum Nord der Koelnmesse statt und startet mit einer gemeinsamen Eröffnungsveranstaltung mit der ANGA COM. Das 29. Medienforum NRW widmet sich unter anderem den Themen Hate Speech und Medienvielfalt mit Keynotes und Debatten. Die ANGA COM setzt ihren Kongress mit den Programmteilen Strategie und Technik fĂŒr ihre Besucher aus der Medien- und Breitbandbranche am 31. Mai und 1. Juni in der Koelnmesse fort.

Dr. Marc Jan Eumann, StaatssekretĂ€r fĂŒr Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen, sagte: „Das Medienforum NRW ist die wichtigste medienpolitische Branchenveranstaltung des Landes. Es wird auch in diesem Jahr wichtige Impulse setzen. Wir freuen uns deshalb, dass es in NRW am 30. Mai 2017 wieder eine starke Eröffnungsveranstaltung der ANGA COM gemeinsam mit dem Medienforum NRW geben wird. Einen Tag lang bietet NRW damit allen relevanten Infrastruktur- und Inhalteanbietern eine verlĂ€ssliche Plattform unter einem Dach, um ĂŒber aktuelle medienpolitische und regulatorische Themen miteinander ins GesprĂ€ch zu kommen. Die Konzentration auf eine eintĂ€gige Veranstaltung erfolgt aufgrund der Übergangssituation zwei Wochen nach der Landtagswahl NRW. Die Phase der Koalitionsverhandlungen und Regierungsbildung fĂŒhrt erfahrungsgemĂ€ĂŸ dazu, dass die Landesregierung in Wahljahren nicht wie gewohnt auf dem Medienforum prĂ€sent sein und Position beziehen kann. Im kommenden Jahr wird das Land den Faden gemeinsam mit dem Mediennetzwerk.NRW, das die DurchfĂŒhrung des Medienforums NRW zu Beginn dieses Jahres vom Mediencluster ĂŒbernommen hat, turnusmĂ€ĂŸig wiederaufnehmen und an bewĂ€hrte Veranstaltungsformate anknĂŒpfen.“

Gemeinsame Eröffnungsveranstaltung mit ANGA COM

Die gemeinsame Eröffnungsveranstaltung von Medienforum und ANGA COM steht unter dem Titel „Gigabit, 4K und Over the Top: Breitband und Medien in der Disruption“. Hierzu diskutieren Dr. Hannes Ametsreiter, CEO Vodafone Deutschland / Mitglied im Executive Committee der Vodafone Group; Niek Jan van Damme, Vorstand Deutschland, Deutsche Telekom AG; Anke SchĂ€ferkordt, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin Mediengruppe RTL Deutschland; Carsten Schmidt, Vorsitzender der GeschĂ€ftsfĂŒhrung, Sky Deutschland; Ronny Verhelst, CEO Tele Columbus Gruppe und Christoph Vilanek, CEO der freenet A.G.

Wer zĂŒgelt das Netz? Zur Regulierung von sozialen Netzwerken in Zeiten von Hate Speech

Den Nachmittag des Konferenztages beginnt das Medienforum NRW mit einem Panel zu einem der aktuellen medienpolitischen Top-Themen – dem Missbrauch sozialer Netzwerke fĂŒr die Verbreitung von Hass und Propaganda und der Frage, wie die Medienregulierung darauf reagieren kann. Beim Medienforum 2016 hatte die nordrhein-westfĂ€lische MinisterprĂ€sidentin Hannelore Kraft zu digitaler Zivilcourage aufgerufen und Anbieter wie Nutzer aufgefordert, nicht wegzuschauen, sondern Verrohung entgegenzutreten. In NRW ist daraus die Initiative Netzkodex entstanden. Zugleich will die Bundesregierung Gesetze verschĂ€rfen. Wie kann beides zusammenwirken, um Hass, Gewaltandrohung und Beleidigung aus sozialen Netzwerken zu verbannen?
Nach einer Keynote von Dr. Tobias Schmid, Direktor der Landesanstalt fĂŒr Medien NRW (LfM), diskutieren neben Tobias Schmid u. a. Dr. Frauke Gerlach, Direktorin Grimme Institut, Dr. Klaus-Ulrich Moeller, Commissioner for UN Affairs, Diplomatic Council, Paul Nemitz, Direktor Grundrechte und Rechtsstaatlichkeit, Generaldirektion Justiz und Verbraucher der EuropĂ€ischen Kommission und Prof. Dr. Karl-Eberhard Hain, Lehrstuhl fĂŒr Öffentliches Recht und Medienrecht an der UniversitĂ€t zu Köln.

Medienvielfalt in der digitalen Demokratie. Make the truth great again!

Auch das Panel zur Medienvielfalt hebt auf die zunehmende Bedeutung sozialer Medien ab. Fast 20 Prozent der Online-Nutzer in Deutschland gewinnen schon heute ihre Nachrichten aus Facebook, Twitter & Co. Meinungsbildungsprozesse sind ohne IntermediĂ€re nicht mehr denkbar. Sie durchdringen die Informations- und Kommunikationspraktiken inzwischen in vielfĂ€ltiger Weise. Ein demokratisches Gemeinwesen muss ein elementares Interesse an einer medialen Vielfalt auf allen KommunikationskanĂ€len, an der Offenhaltung von Kommunikationsprozessen und an einem Höchstmaß kommunikativer Chancengleichheit haben. Die Frage, welche Chancen soziale Medien fĂŒr die Vielfaltssicherung bedeuten, welche Risiken sie fĂŒr die Verbreitung von Desinformation bergen und welche Rolle die ‚klassischen‘ Medien hierbei spielen, steht im Mittelpunkt dieser Diskussion.
Nach einem Impulsreferat von Prof. Dr. Wiebke Möhring, Professorin fĂŒr Online- und Printjournalismus am Institut fĂŒr Journalistik, TU Dortmund diskutieren neben Wiebke Möhring u. a. Dr. Marc Jan Eumann, StaatssekretĂ€r fĂŒr Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen, Hans Demmel, Vorstandsvorsitzender des Verbands Privater Rundfunk und Telemedien e.V. (VPRT), Prof. Dr. Ralf MĂŒller-Terpitz, Vorsitzender der Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) und Andreas Tyrock, Chefredakteur der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ).
Neben den Panel-Diskussionen widmen sich Debatten am Nachmittag des Kongresstages weiteren aktuellen medienpolitischen Themen. Am Abend der gemeinsamen Eröffnungsveranstaltung bietet die ANGA COM Night in den Rheinterrassen (limitiertes Kartenkontingent) ausgiebig Gelegenheit zu Austausch und Kontaktpflege.

Anmeldung und Programm
Informationen zu den Kongressprogrammen von Medienforum NRW und ANGA COM stehen unter www.medienforum.de bzw. www.angacom.de zur VerfĂŒgung. Die Anmeldung kann unter www.angacom.de/besucher/tickets.html erfolgen. Die Abendveranstaltungen sind ausgenommen.

Presseakkreditierung

Die Presseakkreditierung fĂŒr Medienforum NRW und ANGA COM erfolgt ĂŒber die ANGA COM unter http://www.angacom.de/journalisten/akkreditierung.html. Die Akkreditierung berechtigt zum Besuch der Veranstaltungen beider Kongresse.

Zum Hintergrund:
Das diesjĂ€hrige Medienforum NRW wird vom Mediennetzwerk.NRW veranstaltet. Es hat die bisherigen Aufgaben des Mediencluster NRW, das in den letzten Jahren fĂŒr die Programmentwicklung und DurchfĂŒhrung des Medienforum NRW verantwortlich war, im Januar 2017 ĂŒbernommen. Vorausgegangen war eine europaweite Ausschreibung nach den Regeln des EU-Vergaberechts, die Ende 2016 abgeschlossen wurde. Finanziert wird das Mediennetzwerk.NRW jeweils hĂ€lftig durch das Land Nordrhein-Westfalen und aus Mitteln des EuropĂ€ischen Fonds fĂŒr regionale Entwicklung (EFRE).

Pressekontakt Medienforum NRW:
Hartmut Schultz
Tel.: +49 (211) 930 50 308
E-Mail: presse@medienforum.de

 

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